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Hey Leute,
ich sitze gerade über meiner Festivalplanung für nächstes Jahr und merke, wie verrückt der Markt geworden ist. Preise steigen, Line-ups schwanken extrem und viele Festivals verändern ihr Konzept. Ich war die letzten Jahre auf ein paar Events (Rock am Ring, Hurricane, und einmal Parookaville), aber jedes davon hatte Licht und Schatten. Dieses Jahr möchte ich mal richtig bewusst entscheiden, worauf ich meinen Urlaub und mein Budget setze.

Mich interessiert nicht nur das Line-up, sondern das Gesamtpaket:

  • Atmosphäre

  • Sound

  • Organisation

  • Sicherheit

  • Camping

  • Publikum

  • Preis-Leistung

Vielleicht hat jemand Erfahrungen aus den letzten Jahren? @tecc , du bist doch auch so ein Festivalhopper – was war für dich zuletzt das stärkste Rundum-Erlebnis?

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  • Hey Kr4, perfektes Thema – ich war dieses Jahr auf vier Festivals und kann dir einiges erzählen. Ich merke extrem, wie unterschiedlich die Prioritäten je nach Veranstaltung gesetzt werden. Wenn ich da

  • Klingt so, als hätten sie wirklich in die Infrastruktur investiert. Wie würdest du Southside im Vergleich zu Rock am Ring sehen? RaR ist bei mir immer wieder auf dem Zettel, aber ich habe das Gefühl,

  • Interessant. Ich glaube, das deckt sich ziemlich mit meinem Eindruck. Was ich suche, ist ein Festival, bei dem man auch mal zwischen den Acts entspannen kann, ohne das Gefühl zu haben, man wird von 80

Hey Kr4,
perfektes Thema – ich war dieses Jahr auf vier Festivals und kann dir einiges erzählen. Ich merke extrem, wie unterschiedlich die Prioritäten je nach Veranstaltung gesetzt werden.
Wenn ich das beste Gesamtpaket wählen müsste, wäre es wohl das Southside (oder Pendant Hurricane). Das Line-up war bei mir zwar nicht 100 % mein Geschmack, aber die Orga war so viel besser als in den Vorjahren. Klangqualität auf den großen Bühnen war top, und die Security wirkte präsenter und gleichzeitig entspannter – eine seltene Kombination.

Was mich beeindruckt hat: Die Wege waren kürzer, man hatte nicht das Gefühl, halbe Tagesmärsche zur Bühne zu laufen. Und das Publikum? Sehr gemischt, aber auf eine gute Art. Kaum Stress, kaum übertriebene Dramatik, aber auch nicht total „weichgespült“.

  • Author

Danke, das klingt schon mal echt gut. Ich hatte das Southside nach 2019 etwas abgeschrieben, weil damals die Orga echt ein Chaos war. Lange Einlassschlangen, Müll überall, und viele Stände hatten zu früh dicht gemacht. Es freut mich, dass sie sich offenbar wieder gefangen haben.
Wie war denn die Wetterresistenz? Beim Hurricane z. B. geht’s ja oft unter… und weiter unter… und noch tiefer unter.

Ja, das Wetter ist und bleibt der Endgegner. Southside war dieses Jahr ein merkwürdiger Mix – Freitag Sonne, Samstag Weltuntergang, Sonntag wieder angenehm. Aber die Wege waren wesentlich besser befestigt, und selbst nach starkem Regen kam man noch einigermaßen gut durch.
Was ich auch gut fand: Die Veranstalter hatten auffällig viele Anlaufstellen für medizinische und psychologische Soforthilfe. Das ist wichtig, besonders wenn man viele jüngere Besucher hat.

  • Author

Klingt so, als hätten sie wirklich in die Infrastruktur investiert.
Wie würdest du Southside im Vergleich zu Rock am Ring sehen? RaR ist bei mir immer wieder auf dem Zettel, aber ich habe das Gefühl, dass dort der Fokus komplett auf den Headlinern liegt und alles drum herum eher… egal ist?

Exakt das ist das Problem. Rock am Ring ist eine Maschine. Eine beeindruckende Maschine, aber eben eine Maschine.
Vorteile:

  • Sound fast immer brachial gut

  • Die Hauptacts sind wirklich großkarätig

  • Mega-Bühnenproduktion

Nachteile:

  • Wege viel zu lang

  • Publikum teilweise sehr ungeduldig oder „heiß“ auf Streit

  • Preisniveau komplett absurd

  • Camping ist – sorry – ein logistischer Albtraum

Ich will RaR nicht schlechtreden, es ist ein Kultfestival. Aber wenn es dir um entspanntes Gesamtpaket geht, wäre es nicht meine erste Empfehlung.

  • Author

Interessant. Ich glaube, das deckt sich ziemlich mit meinem Eindruck.
Was ich suche, ist ein Festival, bei dem man auch mal zwischen den Acts entspannen kann, ohne das Gefühl zu haben, man wird von 80.000 Leuten durchgeschoben. Dafür war mir RaR immer zu stressig.

Dann streich RaR höchstwahrscheinlich.
Wenn du etwas willst, das entspannter ist, aber trotzdem große Acts hat, dann schau dir mal Deichbrand an. Das ist ein Festival, das unterschätzt wird. Bietet solide Bands, gute Atmosphäre, und die Location (Flughafengelände) hat Charme, weil man viel Raum hat, ohne dass es matscht wie beim Hurricane.

  • Author

Deichbrand habe ich tatsächlich noch nie ernsthaft in Betracht gezogen. Ich dachte immer, das wäre eher kleiner und weniger rockig?

Es ist kleiner, ja – was ich aber positiv finde.
Line-up ist gemischt, aber normalerweise mit ausreichend Rock- und Alternative-Anteil. Was es für mich besonders macht: die Leute dort. Sehr chillige Crowd, viele Stammgäste, wenig Chaos.

  • Author

Wie ist dort die Camping-Situation? Für mich ist Camping der halbe Festivalspaß.

Camping ist gut strukturiert, nicht überfüllt, und die Sanitäranlagen sind erstaunlich sauber – jedenfalls sauberer als auf den „Big Three“ (RaR, Hurricane, Southside).
Wenn du Komfort willst, gibt’s dort mehr Möglichkeiten als anderswo, z. B. feste Duschstationen, besser ausgebaute Wege.

  • Author

Nicht schlecht.
Was würdest du denn sagen: Wo ist die beste Soundqualität von allen Festivals, auf denen du warst?

Klingt komisch, aber: Melt.
Wenn du elektronische Musik zumindest etwas magst, ist Melt klanglich eine Offenbarung.
Die Bühnen sind so angeordnet, dass sich kaum Sound überlappt, und die Anlagen sind absolut brutal.

Aber Achtung: Melt ist eine Nachtveranstaltung. Wenn du schlafen willst, hast du verloren.

  • Author

Ja, Melt fällt für mich raus. Ich liebe Musik, aber ich brauche wenigstens ein paar Stunden Schlaf, sonst werde ich ein Zombie.

Dann definitiv kein Melt für dich.
Wie stehst du eigentlich zu den kleineren, alternativen Festivals? Sowas wie Appletree Garden oder Maifeld Derby?

  • Author

Maifeld Derby kenne ich vom Hörensagen, soll sehr „indie“ sein. Aber ich weiß nicht, ob mir dort die Stimmung zu ruhig wäre. Ich mag schon gewisse Energie im Publikum – aber ohne Aggressionen.

Dann wäre Maifeld vielleicht zu mellow für dich.
Appletree dagegen ist wie ein Kurzurlaub mit zufälligem Konzertprogramm. Extrem freundlich, extrem liebevoll organisiert, aber wenig „Festival“ im klassischen Sinn.

  • Author

Okay, dann bleiben für mich realistisch RaR, Southside, Hurricane, Deichbrand und evtl. Highfield. Wie würdest du Highfield einordnen?

Highfield ist spannend:

  • Schöne Location am See

  • Publikum eher jung, aber positiv

  • Line-up meist etwas „2005-Alternative-Revival“ (im besten Sinne)

Aber: Wenn’s regnet, ist der See dein bester Freund – und schlimmster Feind.
Hab dort einmal erlebt, wie Leute mit Luftmatratzen aus dem Zeltbereich rausgepaddelt sind.

  • Author

Okay, das klingt gleichzeitig großartig und furchtbar.
Wie ist das Preisniveau dort?

Moderater als bei den großen Festivals, aber immer noch festivaltypisch teuer. Getränke verteuern sich überall. Essen war letztes Jahr aber überraschend gut – viel Streetfood, wenig 08/15-Pommesbuden.

  • Author

Gut zu hören.
Was wäre denn dein persönliches Ranking, wenn du alles zusammenrechnest – Atmosphäre, Orga, Line-up, Sound?

Mein subjektives Ranking für ein „rundes Erlebnis“:

  1. Southside/Hurricane – sehr ausgewogen

  2. Deichbrand – entspannter, familiärer

  3. Highfield – schön, aber wetterabhängig

  4. Rock am Ring – gigantisch, aber stressig

  5. Melt – super Sound, aber komplett nachtlastig

  6. Alternatives – je nach Geschmack

Das Line-up entscheidet natürlich jedes Jahr sehr viel.

  • Author

Cool, danke dir. Das hilft wirklich.
Ich glaube tatsächlich, dass Southside für 2025 wieder in die engere Wahl rutscht – aber diesmal nicht aus Nostalgie, sondern wegen deiner Beschreibung. Wenn das Line-up stimmt, bin ich da.

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